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Januar |
| Schreiben des Neuen
Forums an seine Anhänger, aufgefunden in Akten der Hauptabteilung
VII des MfS,
Signatur HA VII 235 (2 Seiten). Details zur Versagung der Zulassung durch das MdI (Ministerium des Innern) und Ankündigung weiterer Aktivitäten, um doch noch die Zulassung zu erreichen. |
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| Einschätzung des MdJ (Ministerium
der Justiz), aufgefunden in Akten der Hauptabteilung
IX, Signatur HA IX 5828 (7 Seiten). Stellungnahme zu Problemen, die sich aus der massenweisen Flucht und Ausreise aus Sicht der SED-Justiz ergaben (vgl. beim 27.09.). |
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| Maßnahmeplan und
Informationen zur "Aktion Zug" der BV
Dresden,
Bereich des Stellvertreters Operativ, Signatur Dresden Stellv.Operativ
64 (4 Seiten). Die Ausreise der Prager Flüchtlinge per Bahn über DDR-Gebiet provozierte Aufruhr. Die DDR-Passage sollte die staatliche Souveränität belegen — mit bösen Folgen. |
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| Information 441/89 der
ZAIG, die "Aktion Zug"
betreffend, Signatur ZAIG 3806 (7 Seiten). Die vermeintlich gut "abgesicherte" Aktion endete beinahe in einem Fiasko, weil sich Zorn und Verzweiflung der Bevölkerung entluden. |
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| Information der Hauptabteilung
II, Signatur AIM 2553/91, und Weisung an die Diensteinheiten
der BV
Dresden, Signatur
Dresden Stellv.Operativ 64 (je 1 Seite). Während sich die Lage in Dresden weiter zuspitzte und das MfS aufrüstete, wurden selbst unter Teilnehmern des Berliner FDJ-Fackelzugs Protestansätze festgestellt. |
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| Plan der Maßnahmen zur
Gewährleistung der Sicherheit während des 40. Jahrestages der
Gründung der [DDR] aus Akten der ZAIG,
Signatur ZAIG 7314 (30 Seiten). Bestätigt von Mielke und Honecker, erreichte der "Sicherungs"-Wahnsinn des MfS und der anderen bewaffneten Organe hiernach sein höchstes und letztes Stadium. |
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| Information (Abschrift)
der Abt. 7 der Hauptabteilung
VII zu den Berliner
"Ereignissen" vom 7. Oktober 1989,
Signatur HA VII AKG 5291 (2 Seiten). Kurzbeschreibung des brutalen Vorgehens von Volkspolizei (VP) und Stasi gegen Demonstranten ("Störer" aus Sicht des MfS). Die HA VII war für die VP zuständig. |
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| ADN-Information aus Akten
der für die Überwachung der Westjournalisten zuständigen
Abt. 13 der Hauptabteilung
II, Signatur HA II/13 1796 (4 Seiten). BRD-Bundeskanzler Kohl signalisierte der DDR-Führung Gesprächsbereitschaft — doch die greise SED-Spitze dachte nicht daran, dem "Klassenfeind" Reformen zuzusagen. |
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| Information der AKG
der BV
Karl-Marx-Stadt,
Kreisdienststelle (KD) Plauen,
Signatur BV Karl-Marx-Stadt AKG 398/Pl[auen] 557p/89
(5 Seiten). Da keine Wasserwerfer verfügbar waren, missbrauchte das MfS die Feuerwehr gegen Demonstranten — die Freiwillige Feuerwehr weigerte sich fortan mitzumachen. |
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| Information 105/89 des
Büros der Leitung (BdL) — Leiter der BV
Gera,
Generalmajor Dangrieß —, Signatur Gera BdL 1201 (2
Seiten). Kommando zurück (siehe beim 11.10.): Auf Druck der "Sicherheitsorgane" veranlasste Bischof Leich (beim MfS m.e. IM-Vorlauf registriert) den Widerruf der Erlaubnis. |
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| Information 115/89 der
BV
Magdeburg
zur Stimmung der Bevölkerung, Signatur Magdeburg AKG 96, und
Notiz der Abteilung M, Signatur
Abt. M 298 (7+1 Seiten). Zu den letzten Aktionen Honeckers zählten vorsichtige Schritte (Ankündigungen!) zur "Dialogbereitschaft" der SED — sie wurden "begrüßt", aber kamen um Jahre zu spät. |
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| AKG-Dokumente aus den BV
Rostock,
Neubrandenburg,
Magdeburg
(Information 118/89); Sign. Rostock AKG 49, Nbg./XX
218, Magdeburg AKG 96 (1+2+8 Seiten). Die unzähligen Informationen und Alarme, die ständig einliefen, trafen bei der Stasi bald auf keine geordnete Reaktion mehr. Das MfS war zum Zuschauen verurteilt. |
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Lagemeldung der Hauptabteilung
III, Signatur HA III 7785 (2 Seiten). Eine Art "Stille Post": West-Reporter fragten Ost-Bürger nach Meinungen zum neuen SED-Chef Krenz — die HA III-"Funkaufklärer" meldeten die Resultate stolz nach oben. |
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| Vorgabe des BV-Leiters
für die BV-DE
in Gera
und Lageinformation der HA
XX (AKG bzw. Abt. 8); Signaturen Gera/BdL 1202
und HA XX/AKG 5624 (4+11 Seiten). Noch wähnte sich das MfS im Vollbesitz seiner Kräfte; die "operative Arbeit" gegen die breite Volksbewegung sollte massiv verstärkt werden — "Hauptwaffe": die IM. |
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| Weitere Analyse zum Kunst-/Kultur-/Medienbereich
(vgl. beim 16.10.) — Einschätzung
der Abt. 7 der HA
XX, Signatur HA XX/AKG 5624 (18 Seiten). Mittlerweile schlugen sich viele prominente "Kulturschaffende" auf die Seite der bislang eher isolierten Opposition. Die Macht der SED stand nun ernstlich in Frage. |
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| Bericht der BV
Halle
zu einer Demonstration, Signatur Halle/AKG 1174 (3 Seiten) und
Information 470/89 der ZAIG,
Signatur ZAIG 2811 (5 Seiten+2 S. Anlage). Die Demonstranten in Halle forderten öffentlichen Dialog — er fand am 26.10. statt. Die ZAIG wusste durch die MfS-Spitzel, wie die Kirchenführung Krenz einschätzte. |
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| Mitschrift eines vom Deutschlandfunk
(BRD)
live gesendeten Telefonats, aus Akten der Abt. 13 der Hauptabteilung
II, Signatur HA II/13 1796 (6 Seiten). Bärbel Bohley lud Wolf Biermann ein, auf der geplanten Demonstration am 4.11. aufzutreten. (Ihm wurde dann die Einreise verweigert, siehe künftig beim 4.11.) |
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| ZAIG-Mitteilung
zu den geplanten neuen Reiseregelungen, aufgefunden in Akten der Hauptabteilung
XX, Signatur HA XX/AKG 498 (3 Seiten). Praktisch täglich neue Probleme für die Stasi: Zur Belastung durch die anschwellende Volksbewegung kam nun "Bearbeitungsbedarf" wegen des neuen Reisegesetzes. |
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| Bericht über die Podiumsdiskussion
im Volkspark Halle,
Leiter der BV
Halle
u.a. an Mittig
und die HA
XX in Berlin,
Signatur Halle/AKG Sachakte 1174 (4 Seiten). Die Diskussions-, Dialog- und Rechtfertigungsversuche der alten SED-Führungskader scheiterten kläglich, sie hatten in den 40 Jahren jeden Kredit beim Volk verspielt. |
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| Telegraph-Exemplar
aus Akten der Hauptabteilung VII,
Signatur HA VII 73 (1 Seite) und Information der ZAIG,
Signatur ZAIG 3812 (3 Seiten). Die Demonstrationen gingen weiter, die Bürger hatten Selbstbewusstsein gewonnen. Der Telegraph forderte die Fortsetzung der Proteste: Keine Atempause fürs MfS. |
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| Mitteilung über Informationsbedarf
der AKG der Abteilung 26,
1. Stellvertreters des Leiters, Signatur Abt. 26 450 (1
Seite). Am Vortag hatte der Staatsrat eine Amnestie für politische Häftlinge beschlossen — die Entlassenen sollten aber durch das MfS weiter überwacht werden. |
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| Vermerk über eine Beratung bei der
SED-Bezirksleitung,
Leiter der BV
Berlin
an den Stellv.
Minister Mittig
und die HA
XX, Signatur HA XX/AKG 5624 (13 Seiten). Die von Berliner "Kulturschaffenden" für den 4.11. geplante Demonstration wurde seitens des Staates durch Verbände, SED und MfS generalstabsmäßig vorbereitet. |
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Entwurf für ein Interview
mit einem Führungskader des MfS aus dem Sekretariat des Stellv.
Ministers Mittig,
Signatur Sekr. Mittig 27 (9 Seiten). Zitat: "Der ... 'Überwachungsstaat', das 'allgegenwärtige Spitzelsystem' existieren nur in den Alpträumen ihrer Erfinder" (!) — Dummerweise saßen die im MfS ... |
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Fortsetzung folgt !!
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