Vorbeugen vor dem
Abhören von Telefonaten
5.
Vorbeugen vor dem Abhören von Telefonaten
Das
ist wohl das schwierigste. Daher kann das Abhören auch nur vorgebeugt
werden, ein Ausschluß ist nur schwer möglich. Zwar schützt unser
Grundgesetz das generelle Abhören von Telefonaten, jedoch hat eine
bestimmte Organisation die generelle Möglichkeit, dieses Grundrecht zu
umgehen - ohne
richterliche Beschlüsse: der Zoll.
Wer hat nun so viel Kapaizitäten, auf Verdacht Telefonate abzuhören?
Aus zugesicherter Quelle weiß ich, daß mittlerweile automatische
Wortfilter eingesetzt werden, die mindestens alle
Auslandstelefonate
mithören und dann automatisch Alarm schlagen. Bei Verdacht auf
Straftaten wie Steuerhinterziehung, Schmuggel oder terroristische
Aktivitäten besteht jedoch für den Zoll ebenso die Befugnis, Inlandstelefonate
zu überwachen. Das geschieht alles ohne menschliches Zutun und ist
nicht Bestandteil von Verschwörungstheorien, sondern wahre Realität.
Übrigens, solche lustigen Mithörapparate stellt unter amderem die Siemens
AG her.
Doch wie kommen wir jetzt zum
Abhörschutz?
Eine Möglichkeit wäre die Verwendung
von sogenannten "Enigphones",
das sind Telefone, die die zwischen ihnen verlaufenden Gespräche
verschlüsseln. Mit einem Kaufpreis von mehreren tausend Euro pro Stück
sind diese allerdings eine teure Lösung, zudem der eingesetzte
Verschlüsselungsalgorithmus closed source ist und der Generalschlüssel
von der Deutschen Telekom AG verwendet wird - wie sicher!! Dass
das Thema der Verschlüsselung
von Telefonaten hochbrisant ist, wissen wir spätestens seit Tron.
Aber
es gibt andere - bessere Möglichkeiten. Aus alten Zeiten kann man auf
das Programm "PGPfone"
zurückgreifen. Alles was man braucht, ist ein Laptop mit eingebautem
Modem. Ab sofort werden Telefonate über das Computermodem geführt, so
als wenn man ein FAX senden will - nur werden keine Bilddaten sondern
akustische Daten gesendet, und das verschlüsselt. Voraussetzung ist
natürlich die Benutzung von PGPfone
auf Sender- und Empfängerseite. Die Telefonate werden nach wie vor über
das herkömmliche Telefonnetz geführt; mit Internet hat dies nichts zu
tun.
Die zweite Möglichkeit ist die Kommunikation
zwischen zwei
Gesprächspartnern via Internettelefonie. Das Abhören dieser Gespräche
ist weitaus schwieriger, aber nicht unmöglich. Eine praktische Lösung
ist das Programm "Skype",
mit dem nicht nur Gespräche zweier Skype-Teilnehmer untereinander,
sondern auch von Skype ins Telefonnetz möglich ist. Ab dem Zugang ins
herkömmliche Telefonnetz ist jedoch das Gespräch "ganz normal"
abhörbar. Zudem ist Skype ebenso closed source, was bedeutet dass nicht
ausgeschlossen werden kann, dass irgendjemand
auf der Welt nicht doch eine Hintertür in das Übertragungsprotokoll
eingefügt hat - dies muss ja nicht immer die Organisation sein, die
einen zu bespitzeln droht. Genrell ist es jedoch besser, seine
Sprachkommunikation über Skype zu relisieren, als generell auf
unverschlüsseltem Wege.
Darüber hinaus kann das
Programm "Zfone"
verwendet werden; dies erfordert jedoch etlichen technischen
Sachverstand zur Installation.
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